Dienstag, 23. November 2010

Verkäufer vs. Buchhaltung

Manchmal sehen die Kunden den Zaunpfahl nicht winken, selbst wenn der ganze Zaun noch dranhängt.

Störungsmeldung: Wartemusik ausgefallen.
Kunde: Elektromarkt.

Vor Ort inspiziere ich den CD-Player mit der Wartemusik, gespannt von der zur Ansprechperson beförderten Buchhalterin.

Ich: "Ahja. Da dürfte was am CD-Player defekt sein, irgendwie bringt der keine Lautstärke mehr zusammen. Sehen Sie, wenn man den die Lautstärke auf Anschlag aufdreht, hört man im Telefon eine Idee von einer Flüstermelodie. Da muss wohl ein neuer CD-Player her."
Buchhalterin: "Und was kostet sowas?"
Ich: "Naja, sagen Sie es mir. Sie verkaufen die Dinger. Ein MP3 Player tuts auch, wichtig wäre nur, dass ein Netzteil dabei ist, sonst müssen Sie täglich Batterien wechseln."
Buchhalterin: "Nee, das is nix. Bis wann können Sie denn ein Ersatzgerät liefern? Und was kostet das?"
Ich: "Sehen Sie, der CD-Player wurde von Ihnen zur Verfügung gestellt. Der wurde nicht von uns geliefert. Wenn Sie einen rumliegen haben können wir den gleich verwenden. Selbstverständlich können Sie auch ein Gerät über uns beziehen, das kostet dann aber höchstwahrscheinlich mehr als hier im Laden. Lieferzeit etwa 2-3 Tage."
Buchhalterin: "Hmm.. Dann lassen Sie mir bitte ein Angebot zukommen..."

Mitten im Satz unterbricht uns ein Verkäufer und drückt der Buchhalterin sichtlich entsetzt einen frisch aus der Verpackung geschälten Discman in die Hand.

Buchhalterin: "Oh! Natürlich, so gehts auch."

Gottseidank.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

nice ;)

Anonym hat gesagt…

"gefällt mir" ;-)

ednong hat gesagt…

Nee, nicht. Oder? Ich faß es ja nicht. Ich hätte es an Stelle der Verkäufers wahrscheinlich gar nicht mehr mit dem CD-Player bis zur Telefonanlage geschafft und wäre vorher vor Lachen oder Entsetzen zusammengebrochen.